Eigenheim-Notfallerkennung wird auf CeBIT 2011 vorgestellt

  1. 09.02.2011 08:30
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Auf der CeBIT 2011 präsentiert das Fraunhofer-Institut IESE ein System, das Notfälle im Eigenheim erkennt und im Bedarfsfall einen Notruf auslöst.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE stellt auf der CeBIT 2011 ein neues System zur Erkennung von Notlagen im Eigenheim vor. Das Notfallerkennungssystem ist in der Lage, im Bedarfsfall einen Notruf auszulösen. Mit diesem neuen System müssen Senioren nicht mehr auf das selbstbestimmte Leben im Eigenheim verzichten, da im Ernstfall schnell Hilfe zur Stelle sein kann.

Für das Notfallerkennungssystem müssen weder Kameras noch Mikrofone installiert werden. Die Senioren müssen dabei auch keinerlei Messgeräte am Körper tragen. Die Sensoren des Systems werden fast unsichtbar in der Wohnung integriert und dank der Funktechnologie ist die Installation sehr einfach und dabei ist es nicht notwendig, Kabel zu verlegen. Holger Storf, Wissenschaftler am IESE, weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Sensoren ein Hausnotrufsystem nicht ersetzen können. Die Wissenschaftler betrachten das Notfallerkennungssystem, das mit keinem System auf dem Markt vergleichbar ist, eher als eine Art Airbag zur Früherkennung von Notsituationen.

Präsentation auf der CeBIT 2011, Halle 9, Stand B36
Der Prototyp wird auf CeBIT 2011 in Hannover am Fraunhofer Gemeinschaftsstand in Halle 9, Stand 36 präsentiert. Dort können sich die Besucher ansehen, wie die Notfallerkennung funktioniert. Die Kulisse der Präsentation bildet einen Küche, in der ein Student mit der Zubereitung des Frühstücks beschäftigt ist. Die Sensoren registrieren dabei kontinuierlich das gewohnte Verhalten des Bewohners. Wird vom System ein ungewöhnliches Verhalten festgestellt, zum Beispiel, wenn der Bewohner regungslos aus einem Stuhl oder auf dem Fußboden verweilt, wird der Bewohner zuerst vom System angesprochen. Dies kann über einen Touch-Bildschirm mit Lautsprecher oder per Telefon geschehen und soll dazu dienen, einen Fehlalarm auszuschließen.

Besteht keine Gefahr, berührt der Bewohner den Bildschirm und gibt dem System damit Entwarnung. Kommt jedoch keine Reaktion von dem Bewohner, geht das Notfallerkennungssystem von einer Notsituation aus und stellt einen Kontakt zur Rettungsleitstelle oder zu einer Vertrauensperson her.

Das Notfallerkennungssystem wird von den Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts IESE in Kooperation mit dem Westpfalz Klinikum und den Firmen CIBEK technology + trading und Binder Elektronik entwickelt. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen des Forschungsprojekts "ProAssist4Life" - Proaktive Assistenz für kritische Lebenslagen.




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