Nur noch ein Viertel der 2008 Befragten setzt auf Wertpapiere
Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der Postbank herausgefunden, dass das Vertrauen in und das Interesse an Aktien, Aktienfonds und Zertifikaten bei Berufstätigen in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen signifikant nachgelassen hat. Gaben vor der Finanzkrise Mitte 2008 noch 8,2 % der jüngeren Berufstätigen an, im Alter voraussichtlich über Aktien, Aktienfonds oder Zertifikate zu verfügen, sank dieser Wert zunächst binnen Jahresfrist auf 6,2 % und bis 2010 sogar auf 1,9 %.
Niedrigster Stand Anleger seit 2001
Es ist noch nicht lange her, dass das Deutsche Aktieninstitut festgestellt hatte, dass die Anzahl Anleger im Verlauf des vergangenen Jahres um fast eine halbe Million stagniert ist. Nach Angaben des Institutes haben nämlich nur noch 3,42 Millionen Menschen in der 2. Jahreshälfte 2010 Investitionen getätigt. Damit hat die Zahl derer, die direkt oder indirekt in Aktien investieren, auf den niedrigsten Stand erreicht - seit mehr als einer Dekade.
Geänderte Investitionspläne und größere Skepsis
Sowohl in Bezug auf konkrete Investitionsplänen, als auch hinsichtlich der Grundeinstellung hajungen Berufstätigen auch die Planungen verändert, künftig in Aktien, Aktienfonds oder Zertifikate zu investieren. Während dies 2008 vor der Lehman-Pleite noch 4,6 Prozent der jungen Berufstätigen angaben, lag dieser Wert 2010 bei nur noch 2,6 Prozent.