Wer kurzfristig Geld braucht, ist mit einem Dispositionskredit gut bedient. Damit können Engpässe gut überbrückt werden. Für längerfristige Finanzierungen ist ein Dispo jedoch weniger gut geeignet, weil die Zinsen wesentlich höher ausfallen als bei einem Verbraucherkredit.
Dispositionskredite für kurzfristige Überbrückung
Anlässlich einer von Finanztest durchgeführten Umfrage äußerte sich der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) zwar positiv über die Möglichkeiten eines Dispositionskredits, hob aber gleichzeitig hervor, dass diese Variante nur zur kurzfristigen Erweiterung des finanziellen Spielraums gut geeignet ist. Bankkunden haben die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Angeboten, denn die Option eines Dispositionskredits ist zum Teil von dem jeweiligen Kontoführungspaket abhängig, darüber hinaus bestehen immense Unterschiede hinsichtlich der Überziehungszinsen.
Hohes Risiko und hoher Aufwand rechtfertigen höhere Dispozinsen
Die Zinsen für einen privaten Dispo sind im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbraucherkredit recht hoch. Und das, obwohl sie laut Aussage der Deutschen Bundesbank um durchschnittlich zwei Prozentpunkte gefallen sind. Ende 2008 betrugen die durchschnittlichen Zinsen rund 12 Prozent, Ende 2010 konnte ein Durchschnittswert von knapp 10 Prozent ausgemacht werden. Ein Grund für die hohen Zinsen sind der höhere Verwaltungsaufwand, der durch die Überwachung und Vorhaltung der vereinbarten Summe entsteht, aber auch die hohen Ausfallraten, die bei einem solch flexiblen Kredit leider zum Alltag gehören.
Günstiger finanzieren mit einem Konsumentenkredit
Wer über einen längeren Zeitraum seine finanzielle Flexibilität erhöhen möchte oder eine mittlere Summe für eine neue Anschaffung benötigt, ist mit einem niedriger verzinsten Konsumentenkredit wesentlich besser beraten. Auch hier können Verbraucher durch einen Vergleich den günstigsten Anbieter ausfindig machen.