Mit fast 140.000 Privatinsolvenzen wurde im Jahr 2010 ein neuer trauriger Rekord erreicht, so die neusten Erhebungen des aktuellen Schuldenbarometers. Besonders jüngere Menschen sind vom privaten Bankrott betroffen.
Besonders viele junge Menschen melden Insolvenz an
Zwar sind bei den jungen Menschen die Beträge wegen derer die Insolvenz angemeldet wird bei weitem nicht so hoch wie beim Bundesdurchschnitt, jedoch erschreckt die Menge der jungen Menschen, die außer der Privatinsolvenz keinen Ausweg mehr aus ihrer finanziellen Misere sehen. Menschen zwischen 18 und 25 Jahren stellten mir 27% die größte Gruppe der Insolvenzen.
Starkes Nord-Süd-Gefälle erkennbar
Nordrhein-Westfalen ist mit über 30.000 Pleiten am stärksten betroffen, es ist aber auch das größte Bundesland. Setzt man die Insolvenzzahlen in Relation mit der Bevölkerungsdichte zeigt sich ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Während Bayern mit 125 Privatpleiten je 100.000 Einwohner am besten da steht, führt Bremen das Ranking mit 307 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner an.
Durchschnittlich 33.000 Euro Schulden
Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg sind die privaten Pleiten von 2009 auf 2010 um 6,4% gestiegen. Die Schulden, die zum Bankrott führten lagen bei durchschnittlich 33.000 Euro. Dr. Norbert Sellin ist Geschäftsführer der Auskunftei Bürgel und erwartet für das kommende Jahr mindestens genauso viele Fallzahlen wie es im Jahr 2010 der Fall war.