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Zuversicht trotz Katastrophe in Japan wieder spürbar
Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt bei der Deutschen Postbank AG, glaubt, dass weder das Erdbeben noch der Tsunami respektive deren Folgen die Aktienmärkte der asiatischen Schwellenländer mittel- und langfristig ausbremsen werden. Ganz im Gegenteil erwartet er langfristig sogar eine deutlich bessere Entwicklung der Aktienkurse asiatischer Schwellenländer im Vergleich zu nordamerikanischen oder europäischen Aktienkursen.
Die Naturkatastrophe und ihre Auswirkungen haben der robusten Wirtschaftsentwicklung der asiatischen Schwellenländer keinen Abbruch getan. Diese habe lediglich einen kurzfristigen Einbruch erlitten. Erneute Zuversicht belege die Tatsache, dass sowohl der südkoreanische Leitindex, als auch die japanischen Leitindizes Topix und Nikkei 225 wieder gestiegen sind - ersterer sogar auf ein Niveau über dem zum Zeitpunkt vor der Katastrophe.
Gefüge von Handelsbeziehungen sorgt insgesamt für Stabilität
So bilden die Handelsbeziehungen zwischen den Schwellenländern und Japan ein Gefüge. Einerseits würde die thailändische Wirtschaft zwar unter dem Verlust Japans über längere Zeit als Nachfrager oder Exporteur leiden, jedoch würde andererseits Südkorea profitieren. In Konkurrenz zu Japan könnten dort höhere Umsätze erzielt werden.
Mit der Wiederherstellung der Stromversorgung kehrt Normalität zurück
Währenddessen wird in Japan die vorübergehend stillgelegte Produktion peu à peu wieder aufgenommen, unter anderem in Kürze bei Honda, Nissan und Toyota. Sobald die Stromversorgung wiederhergestellt sein wird, wird sich auch die Gesamtsituation entspannen. Schließlich darf man nicht vergessen, dass Baustoffproduzenten und Baufirmen der Region vom Wiederaufbau von Gebäuden und Infrastruktur profitieren werden.
Summa summarum darf man in Bezug auf die Unternehmen asiatischer Schwellenländer davon ausgehen, dass sie langfristige Erfolge erwirtschaften werden, wobei eine Ausrichtung auf die Produktion qualitativ hochwertiger Güter zu erwarten sei wie sie sich in Südkorea bereits abzeichnet. Ungeachtet einer gewissen Abhängigkeit vom weltweiten Handel, kann die heimische Nachfrage infolge allmählich zunehmenden Wohlstands der bevölkerungsreichen Länder (China, Indien, Indonesien, etc.) Impulse setzen. Dies wiederum kann für die Firmen der Region mittel- bis langfristig zu wachsenden Umsatzzahlen und Gewinnen führen.