Die Produktinformationen von Banken und Versicherungen sind für rund zwei Drittel der Kunden unverständlich gemäß einer repräsentativen Umfrage.
Einer repräsentativen Umfrage von exameo, dem Europäischen Institut für verständliche Information, dem Marktforscher Toluna und der Kommunikationsberatung Faktenkontor zufolge versteht nur rund ein Drittel der Kunden die Produktinformationen zu den Finanzprodukten von Banken und Versicherungen. Im Rahmen der Studie wurden im März 2011 1.000 Personen befragt.
Die Folgen der Unverständlichkeit der Finanzprodukte
Der Umfrage zufolge gaben 36 % der Befragten an, dass sie die Produktinformationen der Finanzprodukte verstehen. Jeder vierte Befragte dagegen lehnte einen Vertragsabschluss aufgrund der zu komplizierten und unverständlichen Produktinformationen ab. Zu einem Vertragsabschluss trotz der unverständlichen Informationen über die Finanzprodukte entschied sich jeder fünfte der Befragten.
Vertragsabschlüsse trotz Unverständlichkeit in den Informationen über die Finanzprodukte ziehen jedoch gemäß der Umfrage Folgen nach sich. Häufig kommt es zu Nachverhandlungen und zudem haben diese Verträge über Finanzprodukte eine hohe Stornoquote.
Die Folgen der unverständlichen Informationen zu den Finanzprodukten werden im Umfrageergebnis verdeutlicht: Für 71 Prozent der Umfrageteilnehmer gehört die Verständlichkeit der Finanzproduktinformationen zu den wichtigsten Kriterien, um sich für den Abschluss eines Vertrags über Finanzprodukte mit der Bank oder der Versicherung zu entscheiden.