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US-Behörden haben die amerikanischen Websites von PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker abgeschaltet. Die Portalbetreiber wurden wegen des Verdachts auf Bankbetrug, Geldwäsche und illegales Glückspiel verhaftet.
Während deutsche Nutzer hiervon nicht betroffen sind und Nutzer anderer Länder bei Eingabe der.com-Adressen umgeleitet werden, lesen die amerikanischen Nutzer von der Abschaltung der Webseite durch das FBI und der Verhaftung der Portalbetreiber.
Geldzahlungen verschleiert
Seit 2006 verbietet der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act Glückspiele im Internet. Wie das FBI herausfand, wurden in den vorliegenden Fällen die Einsätze von Pokerspielern aus den USA als Zahlungen für Online-Bestellungen getarnt. Die Banken wurden dabei über die tatsächlichen Geschäftsabsichten getäuscht. Über Mittelsmänner wurden diverse Konten für Scheinfirmen eröffnet, die jedoch für den Geldfluss an die Pokerfirmen dienten.
Schon 2009 hatte die US-Behörde konkrete Verdachtsmomente und machte einige Konten dicht. Die Angeklagten investierten spontan 10 Millionen US-Dollar in eine finanziell angeschlagenen Privatbank und konnten einen Anteilseigner mit der Abwicklung ihrer Geldgeschäfte betrauen, für die sie ebenso kreativ wie fiktiv Güter wie Juwelen oder Golfbälle erfanden.
Haftstrafen und Geldbußen in Millionenhöhe
Zwar konnte das FBI noch nicht alle erforderlichen Verhaftungen vornehmen, jedoch verweist die Behörde als ersten Erfolg auf die Beschlagnahmung von 5 Internet-Adressen und 75 zugehörige Bankkonten. Insgesamt 11 Personen stehen unter Verdacht, 8 entziehen sich derzeit im Ausland dem behördlichen Zugriff. Eine Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden soll dafür Sorge tragen, dass Haftstrafen und Geldbußen verhängt werden können. Die Rede ist von 20 Jahren Haft und Geldstrafen in Millionenhöhe.