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Viele Anleger von Wertpapieren zahlen zu viel Geld für ihre Depots. Eine Studie der Stiftung Warentest legt die gravierenden Kostenunterschiede bei den verschiedenen Anbietern offen und weist auf teils enormes Sparpotential hin.
Privatpersonen dürfen nicht selbst an der Börse handeln und benötigen daher einen Vermittler. Meist sind diese bei der Bank angestellt, die das Depot des Kunden auch verwaltet. Für jede Transaktion, d. h. jeden Kauf und Verkauf von Anleihen, Aktien oder Fonds verlangt das Institut unterschiedlich hohe Provisionen.
Modelldepots als Basis für Vergleichstest
Für die Mai-Ausgabe der Zeitschrift
Finanztest
haben Verbraucherexperten 37 Angebote eingeholt, um die Depotkosten für verschiedene Modellkunden miteinander vergleichen zu können. Ergebnis: Ein Wechsel vom schlechtesten zum besten Anbieter birgt ein Sparpotential von mehreren tausend Euro.
Rendite kann um dreistellige Beträge gesteigert werden
Der Preisunterschied zwischen einem guten und einem schlechten Angebot kann für ein großes Wertpapierdepot mit vielen Käufen und Verkäufen bis zu 9.000 € ausmachen. Die Auswertung der Angebote für ein großes Modelldepot ergab eine Forderung der Postbank von 1.648 €, wohingegen die Berliner Sparkasse 11.067 € verlangte.
Signifikante Kostendifferenzen auch bei Online-Depots
Um die Kosten gering zu halten, wählen viele Anleger den Weg über das Internet bei einer Direktbank oder einem Onlinebroker. Doch auch hier kristallisierten sich im Verlauf der Studie nicht unerhebliche Preisunterschiede heraus. Testsieger in der Kategorie Bester Online-Anbieter die flatex AG. Ein großes Depot kostet hier 250 € jährlich. Die Deutschen Bank verlangt für die Verwaltung eines Pendants bei vielen Kauf- und Verkaufsverträgen satte 5.921 €.
Fazit: Analysieren und Vergleichen
Die Verbraucherexperten empfehlen interessierten Anlegern ein maßgeschneidertes Depot. Unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfes, sollte also auf die Transaktionskosten achten, wer intensiven Handel favorisiert. Wer hingegen wenig handelt, sollte ein Depot wählend, dessen Gebühren möglichst niedrig sind.