Alkohol ist ein zu berücksichtigender Faktor bei ca. 20 % der Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) belegt, stößt der Vorschlag der Bundesregierung im Hinblick auf elektronische Zündsperren für Alkoholsünder auf breite Zustimmung. Zur Datenerhebung hatte das Marktforschungsinstitut Aris 1.004 Personen ab 14 Jahren per Telefon befragt - Mehrfachnennungen waren möglich.
37 % der Bundesbürger begrüßen den Vorschlag, Autofahrer mittels sogenannter Alcolock- oder Alcoguard-Systeme, wie die elektronischen Wegfahrsperren genannt werden, vor wiederholter Trunkenheit am Steuer zu bewahren. Fast 50 % befürworten darüber hinaus einen grundsätzlichen Alkoholtest vor jedem Fahrtantritt für jeden Fahrer. Ein verschwindend geringer Prozentsatz von 4 % lehnt jedwede Kontrollsysteme ab.
Enormer Zuspruch bei den jüngeren Autofahrern
Erstaunliche Details: Knapp 60 % der Befragten in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gehen mit dem Vorschlag der Koalitionsfraktionen konform. Im Verhältnis Männer zu Frauen stehen 52 % Befürworter 47 % Befürworterinnen gegenüber.
25 % wünschen eine grundsätzliche Kontrolle für beispielsweise Bus-, Taxi- oder Krankenfahrer, also für Fahrer, die ihrerseits Personen befördern. Immerhin noch 17 % plädieren für einen automatisierten Promillecheck vor Fahrtantritt im Falle eines gefüllten Punkte-Kontos in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Ganze 5 % schlagen dies für Fahrer von PS-starken Fahrzeugen vor.