Teuerungsrate bald höher als im gesamten EWU-Durchschnitt

  1. 02.05.2011 10:24
  2. Geldanlagen
  3. Tarifeverzeichnis

Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Deutschen Postbank AG, ist der festen Überzeugung, die hohe Inflation halte Deutschland auch im Jahr 2012 fest in der Hand. In einer Prognose geht sie sogar davon aus, dass die Teuerungsrate binnen kurzer Zeit höher sein wird als in der gesamten Europäischen Währungsunion.

Postbank sagt Preisdruck vom Arbeitsmarkt voraus

Laut Aussage des Volkswirtes verschärfe sich der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt weiter. Neben dem vielfach beklagten Fachkräftemangel, berichten Unternehmen der Arbeitnehmerüberlassung über Probleme, auch nur genug gering qualifizierte Kräfte rekrutieren zu können.

Somit, so Bargel, werde Deutschland Opfer des eigenen Erfolgs. Nachdem die Wirtschaft die Krise gut überstanden habe, stehe 2012 ein zunehmender Preisdruck vom Arbeitsmarkt unmittelbar bevor. Die heute in einigen Regionen bereits vorherrschende Vollbeschäftigung werde sich auf die Lohn- und Gehaltsentwicklung auswirken. Ganz zu schweigen von der partiellen Überbeschäftigung, von der in einigen wenigen Regionen die Rede ist. Tarifabschlüsse werden ab 2012 voraussichtlich deutlich stärker steigen.

Postbank-Prognose setzt positive Rahmenbedingungen voraus
Insgesamt gehen die Analytiker von Postbank Research von positiven Rahmenbedingungen aus. Einzelne Parameter sind eine Abschwächung des aktuellen Anstiegs der Rohstoffpreise, eine Re-Stabilisierung des Euro sowie eine gemäßigte Lohnpolitik. Im Jahresmittel 2011 setzt man eine 2,6 %-ige Teuerungsrate voraus - ein Wert um 0,2 Prozentpunkte unter dem EWU-Durchschnitt. Für 2012 gehen die Bonner Volkswirte allerdings davon aus, dass die EWU-Inflation auf ein Mittel von 2,3 % abnimmt, während die Teuerungsrate auf 2,7 % im Durchschnitt ansteigen wird.

Sollten die Parameter allerdings zu optimistisch gesetzt sein, könnte sich Deutschland im Jahresverlauf 2012 einer Preissteigerungsrate von zeitweise bis zu 4,x % gegenüber sehen. Zurückzuführen wäre dies auf die schwachen Arbeitsmärkte innerhalb der EU, die wenig Potenzial für Lohnsteigerungen bieten. Als Konsequenz bliebe die Lohn-Preis-Spirale statisch.




18.04.Deutschland im Außenhandelsrekord
22.03.Internet-Kriminalität: Bereits jeder Zweite betroffen
21.03.Atomenergie: Deutschland nicht gegen Super GAU gewappnet

15.05.Facebook Börsengang: Weniger Interesse als erwartet
10.05.Finanztest: Die besten Zinsangebote für Tagesgeld und Festgeld im Mai
25.04.Der Goldoptimismus nimmt bei Großspekulanten zu
19.04.Finanztest: Attraktive Tages- und Festgeldzinsen bei nur wenigen Banken
12.03.Stiftung Warentest erhält Fördermittel in Höhe von 1,5 Mio. Euro