Konjunkturaufschwung: Deutliche Mehreinnahmen des Staats bis 2014 prognostiziert

  1. 09.05.2011 13:51
  2. Steuer & Recht
  3. Tarifeverzeichnis

Die Staatskassen dürften sich bis 2014 deutlich mehr füllen: Aufgrund des Aufschwungs sollen die Steuereinnahmen die bisherigen Erwartungen um etwa 125 Milliarden Euro überschreiten.

Im Laufe der nächsten Jahre gehen die Experten des IMK davon aus, dass sich die Staatskassen deutlich mehr füllen werden als bisher prognostiziert wurde. Bis 2014 gehen die Steuerschätzer von Mehreinnahmen von etwa 125 Milliarden über den bisher zu erwarteten Steuerprognosen aus. Etwa 50 Prozent der Mehreinnahmen entfallen auf den Bund.

Für 2011 gehen die Experten von Mehreinnahmen in Höhe von 14 Milliarden Euro über den bisherigen Prognosen im November 2010 aus. 2012 soll bereits ein Plus von knapp 17 Milliarden Euro bestehen. Noch deutlicher ist der aktuell prognostizierte Anstieg der Mehreinnahmen 2013 auf 47 Milliarden Euro und 2014 sollen die bisherigen Prognosen um 48 Milliarden Euro überschritten werden.

Übereinstimmung mit den neuen Prognosen des Bundesfinanzministeriums
Wie die Berliner Zeitung berichtet, stimmen diese Prognosen mit den Erwartungen seitens des Bundesfinanzministeriums überein. Für Bund, Länder und Kommunen wurden in der letzten Schätzung 2011 und 2012 rund 36 Milliarden Euro erwartet. Das Bundesfinanzministerium präsentiert die offiziellen Daten der Steuerschätzung am 12. Mai 2011.

Trotz hoher Erwartung Warnung der Experten vor Steuersenkungen
Obwohl die aktuell prognostizierten Mehreinnahmen die Möglichkeit für Steuersenkungen einräumen könnten, warnen die Experten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung IMK davor. Die Steigerung der bisher erwarteten Mehreinnahmen sollte kein Anlass für Euphorie darstellen, denn die Wirtschaft ist nach Ansicht der Experten auch steigenden Risiken ausgesetzt. Zum einen ist ein stetiger Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise zu verzeichnen und zum andren ist die Euro-Krise noch immer nicht ausgemerzt. Hinzu kommen eventuelle Entscheidungen der Europäischen Zentralbank, die Zinsen vorzeitig anzuheben. Diese Faktoren können wieder zu einem Abschwung führen. Immerhin war in den letzten 20 Jahren keine Phase von 5 Jahren vergangen, ohne dass diese von einem deutlichen Rückgang der Konjunktur beeinträchtigt wurde.




Tipp: Internet: Eltern haften für Filesharing ihrer Kinder
25.05.Einspeisevergütung für private Solaranlagen bleibt unverändert
Tipp: Vorsorgevollmacht – Verfügungen für den Notfall
24.05.EC- oder Kreditkarte sicherer als Bargeld
24.05.Heizspiegel 2012: Energiekosten trotz milder Winter gestiegen

24.05.Steuerhinterziehung wird schärfer verfolgt und bestraft
23.05.Erbrecht gilt auch für Nicht-Eheliche Kinder
23.05.Steuererklärung 2011: Finanztest gibt letzte Steuertipps
Tipp: Jobcenter muss auch höhere Fahrtkosten erstatten
22.05.Steuererklärung 2011: Bis 31. Mai noch Steuern sparen