Staffelung hebt Unterschiede hervor
Verivox hat den Verbraucherpreisindex Strom für Mai dieses Jahres mit durchschnittlich 24,60 Cent pro Kilowattstunde angegeben - gültig für einen Musterhaushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch. Gemäß Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) korrespondiert dies mit dem Verbrauch eines klassischen 3-Personen-Haushalts.
Für einen Ein-Personen-Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 2.000 kWh im Jahr liegt der von Verivox ermittelte Verbraucherpreisindex Strom im Vergleich bereits bei 26,43 Cent pro Kilowattstunde.
Bei einem Jahresverbrauch von nur 1.000 kWh, wie er besonders sparsamen Haushalten oder im Falle zusätzlicher Stromzähler in Treppenhäusern, Garagen oder Schuppen gemessen werden kann, wurden Durchschnittskosten von 30,09 Cent pro Kilowattstunde ermittelt.
Natürlich weichen die Kosten im Einzelnen je nach Geräteausstattung oder Lebensstil davon mitunter signifikant ab.
Gängige Tarifpolitik bestraft Stromsparer geradezu
Bei Verbrauchern mit geringem Verbrauch wurde aufgrund der Aufteilung von Stromtarifen in Monatsgrundgebühr plus Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh) ein Plus von bis zu 22 % pro Kilowattstunde ermittelt. Das führt trotz niedrigeren Verbrauchs zu einer vergleichsweise höheren Belastung als bei hohem Verbrauch.
Tarifalternativen bergen enormes Sparpotential
Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox, empfiehlt Verbrauchern, mit dem Bestreben Strom sparen zu wollen, Alternativtermine zu wählen. Dazu zählen Tarife ohne Grundgebühr respektive Rabattmodelle die eine Verbrauchsreduzierung belohnen. Auch Stromtarife die variierendem Verbrauch durch Änderung von Arbeits- und Grundpreis begegnen können eine Möglichkeit bieten, seine Stromkosten in den Griff zu bekommen. Allerdings bedarf es hier einer regelmäßigen Überprüfung, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.