Innerhalb der nächsten beiden Jahre wollen rund 20 Prozent der Hausbesitzer eine Solaranlage anschaffen, doch die Marken der Solaranbieter sind nur wenigen bekannt.
Laut einer Studie der Beratung Batten & Company plant rund ein Fünftel der deutschen Hausbesitzer in den nächsten beiden Jahren die Anschaffung einer Solaranlage, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Demnach haben die Solaranlagen im Durchschnitt einen Wert von rund 12.000 €. Die Ausgaben der privaten Kunden liegen damit kalkulatorisch bei über 25 Milliarden Euro.
Obwohl rund 20 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland sich Gedanken um die Anschaffung einer Solaranlage machen, kennen der Studie zufolge etwa 90 Prozent Interessenten in Deutschland die Marken der Solaranbieter überhaupt nicht. Selbst bei den Kunden, die bereits eine Solaranlage auf dem Dach haben, ist etwa für zwei Drittel der Solaranbieter der eigenen Anlage unbekannt.
Die Hersteller von Solaranlagen in Deutschland haben offensichtlich versäumt, dass bei den Verbrauchern die Marken entsprechend bekannt gemacht wurden, damit diese sich etablieren können. Die Billiganbieter aus China sorgen daher für enormen Druck, dem die deutschen Solaranlagenhersteller in den Kundengewinnung ausgesetzt sind. Als einziger Solaranbieter kann Solarworld aus Bonn einen Bekanntheitsgrad von über 50 Prozent verzeichnen, doch selbst Sunpower und Q-Cells, die zu den Solargiganten zählen, kennen nicht einmal ein Drittel der Kunden.