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Mit fast 9 Millionen Einkommensteuerklärungen wurden im vergangenen Jahr 4 % mehr Erklärungen als im Vorjahr abgegeben. Bis zum 31. Mai 2011 kann die Steuererklärung auf Basis von ELSTER ohne Unterstützung eines Steuerberaters abgegeben werden.
Wie Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied der BITKOM, mitteilte, würde der Anteil sogar weiter steigen, wenn die entsprechende Software in Bezug auf ihre Nutzerfreundlichkeit und ihren Informationsgehalt verbessert würde.
Technische Voraussetzungen und Datenverschlüsselung
Das Programm benötigt im Minimum 250 MB freien Speicherplatz und 512 MB Arbeitsspeicher. Des Weiteren wird ein Prozessor mit einer Leistung über 500 Megahertz empfohlen. Windows 7, Vista und XP werden ebenso unterstützt wie Mac OS X und die Spezial-Software MS Virtual PC. Eine schnelle Internetverbindung sollte vorhanden sein, außerdem ein angeschlossener Drucker, um die Steuererklärung und Übertragungsprotokolle ausdrucken zu können.
Das Programm ElsterFormular verschlüsselt die Daten und nimmt die Übertragung mittels gesicherter Internetverbindung vor. Die notwendige Authentifizierung des Antragstellers erfolgt entweder durch Signatur des Ausdrucks und anschließenden Postversand dieser sogenannten „komprimierten“ Erklärung oder aber papierlos durch ein elektronisches Zertifikat. Für letzteres können sich Steuerpflichtige kostenlos unter
www.elsteronline.de unter Angabe ihrer Steuernummer und persönlicher Daten registrieren.
"ElsterFormular" bietet Vorteile
Gegenüber der rein papiernen Einkommenssteuererklärung bietet die elektronische Steuererklärung durchaus Vorteile. So bietet "ElsterFormular" als kostenloses Programm der Finanzverwaltung umfassende Unterstützung für das Ausfüllen der ELSTER-Anträge. Einige Komponenten sind ohnehin in marktüblicher Software im Zusammenhang mit Steuererklärungen enthalten. Das Programm ist als CD beim Finanzamt oder als Download unter
www.elster.de erhältlich.
Unter anderem enthält das Programm eine Probeberechnung, mit der sich vorab kalkulieren lässt, wie hoch die voraussichtliche Höhe der Steuernachzahlung respektive -erstattung sein wird. Außerdem findet eine Überprüfung auf etwaige Widersprüche statt, die dann ggf. vor Abgabe der Erklärung geklärt und aufgelöst werden können.
Weiterer Pluspunkt für die Verwendung der ELSTER-Anträge ist die kurzfristige Bearbeitungszeit. Schon binnen ca. drei Wochen nach Einreichung darf eine Erstattung erwartet werden, da die Finanzämter die online-Anträge zügige bearbeiten können und diese Anträge zudem bevorzugt bearbeitet werden. Zudem lässt sich ein elektronischer Steuerbescheid abfragen, der die Abweichungen des Finanzamts aufzeigt.
Belege nur in gesetzlichen Ausnahmefällen
Zwar müssen sämtliche Belege für eventuelle Rückfragen der Finanzbeamten bereit gehalten werden, jedoch werden sie nur eingereicht, sofern dies per Gesetz vorgeschrieben ist, wie beispielsweise für Spendenbescheinigungen oder Mitteilungen der Bank über gezahlte Kapitalertragsteuer.
Vorsicht für Unerfahrene
Kempf prophezeit, dass sich so mancher Verbraucher in Unkenntnis bestimmter Fachtermini wie Werbungskosten oder Sonderausgaben mit manchen Eingabeaufforderungen tendenziell überfordert sehen wird. Daher wünscht er sich umfangreichere Informationen von ElsterFormular. Aus seiner Sicht bleiben allein aus diesen Gründen sowohl professionelle Steuerberatungssoftware als auch Steuerberaters unentbehrlich.