EEG-Umlage legt Mehrkosten auf alle Stromversorger um
Das Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, kurz EEG, fördert die Erzeugung von Strom aus Windkraft, Wasser, Sonne und Biomasse, durch eine Festpreisgarantie für auf diesen Wegen erzeugten Strom, der ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Da dieser Preis den für konventionell erzeugten Strom übersteigt, werden die Mehrkosten in Form der sogenannten EEG-Umlage auf alle Stromversorger umgelegt.
Bundesumweltminister will den Anstieg der EEG-Umlage auf 0,2 Cent begrenzen
Das heere Ziel des Bundesumweltministers ist es, die EEG-Umlage bis zum Jahr 2030 auf ein Plus von höchstens 0,2 Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen. Diese Erhöhung würde sich in einem Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresdurchschnittsverbrauch von 3.500 kWh mit Kosten von zusätzlich 7,20 € im Jahr, das sind 60 Cent pro Monat, bemerkbar machen.
Strategie: Alternative Energieerzeugung stärker fördern und Vergütungssätze absenken
Wie die „Rheinische Post“ berichtet, liegt deren Redaktion der aktuelle Gesetzesentwurf des Bundesumweltministeriums vor. Demnach will Norbert Röttgen, Bundesweltminister, im Zusammenhang mit der Gesetzesreform die Stromerzeugung aus Windkraft stärker fördern und gleichzeitig die Vergütungssätze für die Einspeisung von Solarenergie und Biomasse absenken. Bereits am 6. Juni will das Kabinett das Gesetz beschließen, so dass es 2012 in Kraft treten kann.