Bis zum Jahre 2022 ist geplant, dass die Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Klimaforscher und Ökonomen glauben nicht, dass der Ausstoß von Treibhausgasen und die Strompreise erhöht werden. Das Potsdamer Institut für Klimaforschung und die Universität Leipzig haben dies bei einer Studie herausgefunden. Wenn neue Kohle- oder Gaskraftwerke gebaut werden, wird das nichts an den Preisen ändern. In einer Untersuchung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung heißt es in der Süddeutschen Zeitung: "Der Ersatz der Kernkraftwerke durch Gas- statt durch Kohlekraftwerke wirkt sich annähernd gleichwertig auf die Strompreise aus". Die Befürworter der Atomkraftwerke hingegen rechnen mit einer Erhöhung.
Wenn neue Gaskraftwerke gebaut werden, fällt der Kohlendioxid-Ausstoß, weil Gas nur die Hälfte an CO2 ausstößt wie Kohle. Bei der Abschaltung der Atomkraftwerke bis 2022 werden nach der Kalkulation nur zeitweise die Strompreise an der Börse steigen, bis 2030 werden die Preise wieder so hoch sein wie 2010. Die Studie zeigt, dass die Strompreise bis 2015 um 0,9 Cent je Kilowattstunde auf 5,9 Cent steigen werden. Wenn es bei einer Verlängerung der Laufzeit geblieben wäre, wäre die Erhöhung um 0,2 Cent niedriger. Auf lange Sicht gesehen werden jedoch mit dem Bau neuer Kraftwerke die Preise stabil bleiben.
Die Studie hat festgestellt, "dass eine Gefährdung der volkswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit durch den Atomausstieg nicht zu befürchten ist", wenn es mit dem Bau neuer Kraftwerke klappt. Hierfür muss die deutsche Bevölkerung sparsam mit der Energie sein und die Preise für fossile Brennstoffe nicht zu hoch werden. Bei einer Schließung im Jahr 2015, würden die Preise und der CO2-Ausstoß hingegen steigen.