Die Privatinsolvenzen sind im 1. Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf rund 34.000 zurückgegangen. Die finanzielle Situation der Verbraucher wird von der Auskunftei Bürgel weiterhin als angespannt eingeschätzt, denn bei einem Vergleich der ersten Monate 2011 konnte im März erneut ein Anstieg der Privatinsolvenzen verzeichnet werden.
Pleiten an der Tagesordnung
Nicht nur Arbeitslosigkeit, Trennung und Scheidung sind dafür verantwortlich, dass Privatverbraucher Insolvenz anmelden müssen. Auch ein auf lange Sicht niedriges Einkommen oder ein beruflicher Rückschlag aufgrund einer gescheiterten Selbständigkeit führen oft in die Pleite. Bürgel beobachtete außerdem einen starken Anstieg der Pleiten älterer Bürger ab 60 Jahren, die auf zu geringe Vorsorge für den Pflegefall zurückzuführen sind.
Bürgel rechnet mit hohem Niveau für 2011
Nach Angaben des Bürgel-Geschäftsführers Norbert Sellin geht die Auskunftei für das laufende Jahr von bis zu 140.000 Privatinsolvenzen aus. Es ist zwar von einer Stabilisierung der Werte die Rede, allerdings auf hohem Niveau. Die Rekordwerte des Jahres 2010 werden aber wohl nicht erreicht.
Am niedrigsten ist das Niveau der Insolvenzen derzeit im Saarland, die meisten Privatinsolvenzen wurden in Nordrhein-Westfalen verzeichnet. In Bremen, Hamburg, Thüringen und einigen anderen Bundesländern geht der Trend im Vergleich zum ersten Quartal 2010 nach oben.