Um den Bau neuer Solaranlagen stärker voranzutreiben, hat die Bundesregierung die für Juli geplante Kürzung der innerhalb der Parteien kontrovers diskutierten Fördermittel zurückgenommen, da die installierte Megawattanzahl von 3500 in 2011 nach aktuellen Berechnungen nicht erreicht wird. Das Erreichen dieses Wertes war die Grundlage für die vorgesehene Kürzung.
Würde sich der Trend bis Ende 2011 weiter fortsetzen, läge der Gesamtwert in diesem Jahr um circa 700 Megawatt darunter. Die CDU fordert zur Kostenbegrenzung pro Jahr eine bestimmte Mindestmenge bei der Stromförderung durch Solaranlagen. Aktuell erhalten Betreiber von kleineren Solaranlagen auf Gebäudedächern pro erzeugter Kilowattstunde eine Einspeisevergütung in Höhe von 28,74 Cent. Wären in 2011 bereits genügend Solaranlagen installiert worden, hätte es pro Kilowattstunde 4,31 Cent weniger Vergütung gegeben. Michael Kauch, Umweltpolitiker der FDP, hatte sich für die Beibehaltung der geplanten Kürzung der Fördermittel ausgesprochen.
Senkung der Fördergelder zum 1. Januar 2012
Von dem Kürzungsaufschub verspricht sich das Umweltministerium laut der Financial Times ein wieder stark ansteigendes Interesse am Bau von Solaranlagen. Wie Katharina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin des Umweltministeriums berichtete, war in 2011, besonders von Ende des ersten Quartals an, die Anzahl neuer Solaranlagen auffallend niedrig. Deshalb werde der Termin zur Kürzung der Fördermittel verschoben und eventuell auf den 1. Januar 2012 verlegt. Ab diesem Tag ist bereits eine Kürzung von 9 Prozent vorgesehen.