Während die schwarz-gelbe Regierungskoalition ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld für Elternteile einführen möchte, die für ihre Kinder keine Betreuungsangebote in Anspruch nehmen sondern sie stattdessen selbst komplett betreuen möchten, sperrt sich die SPD dagegen. Sie sieht sich durch mehrere Studien bestätigt, nach denen das Betreuungsgeld verfassungsrechtlich problematisch ist. Durch ein Betreuungsgeld würde außerdem die Erwerbstätigkeit von Eltern und die Bildungsbeteiligung von Kindern verringert.
Nach den Studien sei das Betreuungsgeld sozial-, integrations- und gleichstellungspolitisch verfehlt. Die SPD fordert mit ihrem Antrag (17/6088) die Regierung auf, sich stattdessen verstärkt für den Ausbau des Bildungs- und Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren einzusetzen.
Das Betreuungsgeld könnte dazu führen, dass genau die Familien dieses in Anspruch nehmen, deren Kinder aufgrund von sozialen und sprachlichen Gründen für ein paar Stunden täglich besser in Kinderkrippen und Kindergärten aufgehoben wären.