Internationale Energieagentur (IEA) verkauft Öl aus Notfallreserve
Die Organisation IEA ist ein Zusammenschluss aus 28 Ländern zum Zwecke der Sicherstellung der Ölversorgung, entstanden nach der Ölkrise in den 1970-er Jahren. Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder.
Aus zwei Gründen folgt jetzt konkretes Handeln bei der IEA: Zum einen erwartet man Engpässe durch den im Sommer turnusmäßigen Anstieg der Ölnachfrage in den Raffinerien. Zum anderen gab es als Auswirkungen der Kriegssituation in Libyen stärkere Ausfälle als vorhergesagt. Als Reaktion kündigte die Internationale Energieagentur an, 60 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt zu bringen.
Davon werden 30 Millionen Barrel von den Vereinigten Staaten zur Verfügung gestellt. Deren Ministerium für Energie erläuterte, zu diesem Behufe ihre strategischen Ölreserven anzuzapfen. Damit haben die Reserven einen historischen Höchststand erreicht, der sich mit 727 Millionen Barrel bemessen lässt.
Berechtigte Hoffnung auf sinkende Benzinpreise
Neben der Ankündigung der IEA resultiert auch der schwache Konjunkturausblick der amerikanische Notenbank Fed in einem merklichen Fall des Ölpreises. So sank der Preis für ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) bis zum späten Donnerstagnachmittag um ungefähr 4 %. Damit kosten die 159 Liter eines Barrels weniger als 91 Dollar. Auch der Preis für Öl Nordseesorte Brent fiel vergleichbar. Das Öl aus der Notreserve der Insdusstriestatten wird binnen 30 Tagen sukzessive auf den Markt gebracht werden.