Dass die Eurozone um Scheitern verurteilt ist, befürchtet der Steuer- und Finanzfachmann Stefan Homburg. Der Wissenschaftler der Universität Hannover rechnet aufgrund der neuen Rettungsprogramme für überschuldete Euro-Staaten damit, dass die Währungsunion auseinanderbrechen wird.
In der Donnerstags-Ausgabe der Bild-Zeitung ist zu lesen, dass Homburg damit rechnet, dass Griechenland seine Schulden niemals wird zurückzahlen können. Er rechne mit einem Zusammenbrechen der Eurozone, was eine Währungsreform, verbunden mit einer Geldentwertung und Vermögensabgaben. Die Hilfspakete für überschuldete EU-Staaten setzen nach seiner Ansicht falsche Anreize. Die erneuten Hilfen für Griechenland würden keine Probleme lösen sondern diese noch verschärfen.
Es sei nach seinen Worten nur eine Frage der Zeit, bis die Staaten, die finanziell auf soliden Beinen stehen, aus dem Euro aussteigen würden. Ein Ausstieg würde Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten. Eine Zahlung weiterer Hilfen würde aber noch teurer werden und den Währungsraum zusammenbrechen lassen.