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Eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft setzte sich mit den Kosten auseinander, die als Folge des Atomausstiegs zu erwarten sind. Die Mehrkosten werden den Berechnungen zufolge irgendwo zwischen 35 und 75 Milliarden Euro angesiedelt sein. Was einen realistischen Durchschnittswert von 55 bid 56 Milliarden Euro ergibt.
Stromversorger bekommen die Mehrkosten zuerst zu spüren
Die errechneten Mehrkosten richten sich maßgeblich danach, wie der fehlende Kernkraftstrom ersetzt werden und wo dieser produziert werden soll. Der Studie wurde die Produktion von Gas oder Kohle in neu zu errichtenden oder bereits bestehenden Kraftwerken zugrunde gelegt. Die Studie legte weiter dar, dass die höheren Kosten wohl auf mehrere Schultern verteilt werden. Allen voran werden die Stromversorger die Mehrkosten zu spüren bekommen, denn unmittelbar nach dem Moratorium vom März kam es zu einem Anstieg der Großhandelspreise von 10 Prozent.
Endverbraucher und Staat müssen ebenfalls mit Mehrbelastungen rechnen
Sollten die Großhandelspreise langfristig auf hohem Niveau bleiben, werden auch die Endverbraucher höhere Stromrechnungen hinnehmen müssen, denn die Stromversorger werden sicherlich ihre zusätzlichen Kosten auf die Verbraucher abwälzen. Auch der Staat wird durch den Atomausstieg mit Einbußen rechnen müssen. Zum einen fehlen künftig die erwarteten Gewinne durch die Laufzeitverlängerung und die Kernbrennstoffsteuer, zum anderen werden Industrie und Energieerzeuger aufgrund steigender Kosten niedrigere Gewinne einfahren.