Diabetes-Workshop endet für 133 Teilnehmer im Krankenhaus

  1. 13.07.2011 10:58
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Operation
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Die Virusinfektion in dem Diabetiker-Zeltlager "Camp D" in Bad Segeberg gibt weiterhin Rätsel auf. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Magenkrämpfe plagten einen Großteil der Workshop-Teilnehmer am Sonntag derart, dass 133 Betroffene ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Schon am Samstag fühlten sich einige Jugendliche nicht wohl, und nach einer Sportveranstaltung verstärkten sich die Beschwerden massiv.

In dem Zeltlager fand von Donnerstag bis Sonntag eine Zusammenkunft zum Thema "Diabetes" mit rund 750 Teilnehmern statt, um in Workshops und Diskussionsrunden neue Erfahrungen zu sammeln und eigene weiter zu geben.

Noroviren werden ausgeschlossen

Insgesamt wurde bei 300 Personen festgestellt, dass sie sich mit dem geheimnisvollen Erreger infiziert hatten. Nach der Einlieferung von 133 Betroffenen mit schweren Symptomen ins Krankenhaus habe sich die Lage am Sonntagnachmittag wieder weitgehend entspannt, beruhigte ein Behördensprecher. Die verantwortliche Rettungsleistelle vermutete erst Norovieren, die oft der Auslöser für derartige Beschwerden seien. Inzwischen sind die Noroviren vom Tisch, und es wird weiterhin fieberhaft nach der Ursache für die Masseninfektion gesucht.

Reichlich 60 Patienten wurden nur kurz im Krankenhaus behandelt, so Marie-Luise Krompholz, Sprecherin des Mitveranstalters "Novo Nordisk". Auch für die anderen Betroffenen sei die Lage inzwischen stabil, informierte ein Sprecher der Uniklinik Schleswig-Holstein.

Intensive Suche nach Erreger oft erfolglos

Massenunterkünfte oder –treffen fördern häufig das Auftreten von Infektionen. Die Erreger haben bei vielen Menschen auf engem Raum und in gemeinsamen Hygieneeinrichtungen leichtes Spiel. Die Übertragung geht sehr schnell und trifft in kurzer Zeit viele Menschen. Immer wieder kommt es so zu ähnlichen Masseninfektionen wie in Bad Segeberg. Die Suche nach den Erregern – ob Bakterien oder Viren – läuft dann schnell auf Hochtouren, bringt aber in vielen Fällen wenige oder keine Ergebnisse. Die Auslöser solcher Epidemien sind meist nicht zu ermitteln.




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