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Die "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe) fand unter Berufung auf Zahlen der Online-Gehaltsumfrage "Lohnspiegel.de" der Hans-Böckler-Stiftung heraus, dass die Gehälter im Osten durchschnittlich 17% geringer ausfallen als im Westen. Spitzenreiter sind die Fräser mit 33% Lohnunterschied. Etwa 1.631 Euro nimmt ein Ostfräser monatlich mit nach Hause. Der Kollege im Westen freut sich dagegen über 2.425 Euro monatlich auf seinem Gehaltskonto.
Weniger große Betriebe im Osten
Ausgewertet wurden in 100 Berufen die Gehaltsdaten von Angestellten kleinerer Firmen ohne Leitungsfunktion und Zulagen mit ca. zehn Jahren Berufserfahrung und einer 38-Stunden-Woche.
Lediglich Frisöre liegen mit 2% über dem Westniveau, Briefzusteller sogar mit 4%. Verschieden ausgebildete Wirtschaftsstrukturen führt Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs der Böckler-Stiftung, als eine Ursache für das Lohngefälle an. Ostdeutsche Firmen habe eine geringere Tarifbindung, und die sehr viel kleineren Betriebe im Osten bedingen eine geringere Bezahlung, so Bispinck.