Die EU-Bürger nehmen insgesamt etwas weniger Kredite auf, dem leichten Rückgang des Kreditbedarfs in der EU steht jedoch ein leichter Anstieg der Kredite in Deutschland gegenüber.
Insgesamt ist der Kreditbedarf der EU-Bürger leicht rückläufig. Zu diesem Resultat kam die jährliche Marktanalyse der CA Consumer Finance, dem größten Anbieter für Verbraucherkredite in Europa. Demnach ist sowohl beim Kreditvolumen als auch bei der Anzahl der beantragten Kredite im Durchschnitt ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Dem Ergebnis der Analyse zufolge ist der Rückgang in einigen EU-Ländern auf die konsequente Haushaltspolitik und hohe Arbeitslosenquoten zurückzuführen. Durchschnittlich wurden 2010 in der EU 15,4 Prozent der Ausgaben der privaten Haushalte durch einen Kredit finanziert. 2009 lag der Anteil der Finanzierungen der Haushaltsausgaben über Kredite bei 16,4 Prozent.
Rund 33 Prozent der EU-Länder verzeichnen jedoch einen leichten Anstieg des Kreditvolumens und Kreditbedarfs. Am meisten Kredite wurden 2010 in Großbritannien gewährt, sodass ein Kreditbestand von rund 249 Milliarden Euro ermittelt wurde. Auf Platz 2 der EU-Länder liegt Deutschland mit einem Kreditbestand von rund 229 Milliarden Euro. Damit lag der Kreditbedarf der Bürger in Deutschland 2010 um 0,5 Prozent höher als 2009.