Expertenumfrage belegt Befürchtung erheblicher wirtschaftlicher Nachteile
Die Ergebnisse einer Experten-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche zum Ausstieg aus der Kernenergie unter 65 Professoren der Wirtschaftswissenschaften offenbarte die Befürchtung maßgeblicher ökonomischer Risiken.
Mehr Risiken als Chancen
Die Experten prophezeien insbesondere der Energiewirtschaft große Chancen im Zusammenhang mit dem schrittweisen Atomausstieg. Allen anderen Branchen hingegen schreiben die Ökonomen mehr Risiken als Chancen zu.
Die größten wirtschaftlichen Risiken, so die übereinstimmende Meinung der Wissenschaftler, berge der Ausstieg aus der Kernenergie für die metallerzeugende und -bearbeitende Industrie. Das geringste Risiko drohe dem Dienstleistungsgewerbe. Einer der Ökonomen teilte diese Auffassung jedoch nicht. Seiner Einschätzung nach sei auch das Risiko für diese Branche hoch.
Kurzfristig negative Auswirkungen durch Preiserhöhungen
So kalkulieren 58 der 65 befragten Experten, dass sich der Atomausstieg preislich negativ auf die Energieversorgung auswirken werde. Ganze 38 gehen von einer Gefährdung der bislang gesicherten Energieversorgung aus. So resultiere der Atomausstieg bei EnBW in roten Zahlen und für den Mittelstand bedeutet er eine Preiserhöhung von mehr als 14 %.