Passgenau muss sie sitzen und wirklich beim Sehen helfen – die Gleitsichtbrille, die Einstärkenbrille, das Standard- oder Luxumodell. Inwieweit kann sich der Kunde auf eine gute Beratung durch den Augenoptiker verlassen? Das testeten fehlsichtige Personen in 45 Filialen von neun großen Augenoptikern. Und das Urteil liegt durchweg bei "befriedigend". Nur der Optiker Bode darf sich über ein "gut" freuen.
Die August-Ausgabe der Zeitschrift test berichtet detailliert über den Optiker-Test und gibt Hinweise. Auch nachzulesen unter www.test.de/optiker.
Fassungen passen nicht wirklich
Der passgenaue Sitz der Brille auf der Nase und hinter den Ohren gibt ein angenehmes Tragegefühl, und die Brille wirkt ästhetisch. Zudem muss sich das optische Zentrum des Brillenglases exakt vor der Pupillenmitte befinden. Die genaue Korrektur der Brille ist Aufgabe des Optikers. Dem werden viele Verkäufer im Test nicht gerecht. Die Fassungen wurden nicht richtig an die Kopfform angepasst, zu lange Pads stützten die Brille kaum auf den Nasenflügeln oder zu scharfe Metallränder.
Beratung "ausreichend"
Fragen nach Gesundheit, Augenarztbesuchen oder individuellen Wünschen sollten im Gespräch dazugehören. Das interessierte jedoch die Verläufer bei Krass optik, pro optik und aktivoptik kaum. Deshalb nur ein „ausreichend“ für Beratung. Ein „gut“ oder „sehr gut“ wurde in keiner Filiale erzielt.
Sehtest "gut", Garantie "kulant"
Außer Fielmann und Binder Optik schnitten alle Optiker beim Sehtest mit einem "gut" ab. Reklamationen wurden durchweg sehr kulant behandelt. Kleinere Schäden an den Brillen wurden schnell und kostenlos behoben. Die Garantiebedingungen waren meistens weit großzügiger als gesetzlich nötig wäre. Selbst "Nichtgefallen" wäre bei fast allen Optikern außer Binder Optik ein Grund, die Brille zurückzunehmen.