Aus einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag-Ausgabe) geht hervor, dass angesichts des andauernden Rufs nach geeigneten Fachkräften zahlreiche hochqualifizierte Arbeitslose keinen Job finden.
Trotz betrieblicher Ausbildung arbeitslos
Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) habe ergeben, dass reichlich 900.000 Beschäftigte mit einer betrieblichen Ausbildung im ersten Halbjahr 2011 ihren Job verloren haben, d.h. 5,7 % aller gut 16 Millionen Beschäftigen in diesem Bereich.
Der Arbeitsmarkexperte beim DGB-Bundesvorstand, Wilhelm Adamy, erklärt dem Blatt, dass auch für qualifizierte Arbeitskräfte trotz guter Konjunktur und weniger Arbeitslosen durchaus ein Risiko besteht, die Arbeit zu verlieren. Und dieser Fakt sei nicht zu unterschätzen.
Mit Hoch- und Fachschulabschluss ohne Job
Insgesamt 3,6 % (rund 110.000) aller Beschäftigen mit Hoch- und Fachschulabschluss gingen in den ersten sechs Monaten diesen Jahres in die Arbeitslosigkeit, so die Ergebnisse der Untersuchung. Wahrscheinlich seien zahlreiche Fachkräfte an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbei qualifiziert, mutmaßt Adamy. Die Personalplanung in vielen Betrieben sei im Bereich Ausbildung einfach nicht langfristig genug ausgerichtet.