Kein Babyboom, aber mehr Kinder in Deutschland

  1. 19.08.2011 14:54
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Durchschnittlich 1,39 Kinder brachte jede Frau 2010 in Deutschland zur Welt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelte damit eine leicht höhere zusammengefasste Geburtenziffer als 2009 (1,36). 2008 lag sie etwa im gleichen Bereich (1,38). Der Höchstwert von 1990 (1,45) ist damit allerdings noch nicht wieder erreicht.

Zweite und dritte Kinder fallen stärker ins Gewicht

Insgesamt rund 678 000 Kinder erblickten 2010 lebend das Licht der Welt. 2009 waren es noch 13 000 weniger. Ein leichter Rückgang war bei der Anzahl der Frauen im gebärfähigen Alter (zwischen 15 und 49 Jahren) zu verzeichnen. 2009 waren es noch 18,7 Millionen Frauen, 1010 nur noch 18,4 Millionen. Dabei kamen 2010 mehr zweite und dritte Kinder zur Welt als 2009.

Frauen mit Kindern 2010 deutlich älter

Insgesamt zeigte sich der Osten gebärfreudiger als der Westen. 2010 stieg die durchschnittliche Kinderzahl im Westen auf 1,39 (2009: 1,35). Der Osten hatte 1990 eine deutlich höhere Kinderzahl, die sich nach dem starken Abfall erst in den letzten Jahren wieder erholt hat. Sie lag 2010 bei 1,46 Kindern, leicht über 2009 (1,40).

Das Alter, in dem sich die Frauen in den neuen Ländern für Kinder entscheiden, stieg seit 1990 deutlich an. Schon mit 23 Jahren hatten Frauen 1990 durchschnittlich die höchste Kinderzahl. Inzwischen lassen sich die Frauen durchschnittlich bis zu ihrem 30. Lebensjahr Zeit.




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