Ländliche Stromversorger sind teurer

  1. 05.09.2011 12:01
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Strompreis
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Verbraucher zahlen in Deutschland auf dem Land für ihren Strom mehr als in der Stadt. Das wird bei einem Vergleich der Strompreise deutlich. Der Leiter Energiewirtschaft beim Internetportal VERIVOX Peter Reese führt dazu aus, dass dieses nicht auf unterschiedlichen Abgaben beruhe. Man könne beobachten, dass die Grundversorger auf dem Land höhere Preise verlangen als in der Stadt. Es ist also reine Preispolitik der Versorger.

Höhere Netznutzungsentgelte gleichen sich durch niedrigere Konzessionsabgaben aus

Während die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze in den ländlichen Gebieten dadurch tendenziell höher ausfallen, dass weniger Haushalte mit einem größeren Netzwerk verbunden sind, werden auf dem Land niedrigere Konzessionsabgaben bezahlt, da dieser sich nach der Anzahl der Einwohner richtet.

In ländlichen Gebieten liegen die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze für einen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh bei durchschnittlich 238 Euro zzgl. MwSt. Ein entsprechender Haushalt in der Stadt zahlt dahingegen ca. 205 Euro netto. In der Addition von Netznutzung und Konzessionsabgabe liegen Stadt- und Landhaushalte dann wiederum fast gleichauf: 290 Euro zahlt der Stadthaushalt, 293 Euro der Haushalt auf dem Land.

Dennoch unterscheidet sich das Niveau der Grundversorgung deutlich. Während ein Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch in der Grundversorgung auf dem Land bei 1054 Euro brutto liegt, zahlt ein entsprechender Haushalt in der Stadt nur 1010 Euro. Auch wenn der Verbraucher den günstigsten Tarif der örtlichen Grundversorger wählt, liegt ein Haushalt auf dem Land mit 987 Euro noch weit über den Kosten eines Stadthaushaltes von 933 Euro.

Haushalte auf dem Lande sollten daher die Preise überregionaler Stromversorger prüfen. Denn bei diesen ist der Unterschied zwischen Stadt und Land wesentlich geringer. So betragen die Kosten auf dem Land im günstigsten verfügbaren Tarif (mit vergleichbaren Konditionen) für einen Jahresverbrauch von 4.000 hWh auf dem Land 795 Euro gegenüber 789 Euro für einen Haushalt in der Stadt.




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