Eine blaue Kartoffel als Blutdruckwunder. Die etwa 200 Jahre alte Sorte, die aus Peru und Bolivien stammt und wohl peruanische Sorten als Erbmasse in sich trägt, soll nun endlich Hilfe für Übergewichtige bringen, die unter hohem Blutdruck leiden.
Regelmäßiger Verzehr blauer Kartoffeln senkt den Blutdruck
Ein auf dem Kongress der American Chemical Society bekannt gegebenes Untersuchungsergebnis einer Studie an der Universität Scranton (Pennsylvania, USA) scheint den angeschlagenen Ruf der Kartoffel zu kurieren. Die Forscher um Joe Vinson verordneten ihren übergewichtigen Probanden den regelmäßigen Verzehr blauer Kartoffeln. Nach einem Monat konnte eine deutliche Besserung festgestellt werden, der Blutdruck konnte gesenkt werden. Zu hoher Blutdruck ist mit verantwortlich für Arterienverkalkung, Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Sehprobleme.
Die Gruppe der Probanden setzte sich aus insgesamt 18 übergewichtigen Personen zusammen, die unter zu hohem Blutdruck litten. Bunte Gemüse- und Obstsorten stehen in dem Ruf, mit ihren zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen viel zur Gesundheit beizutragen. Zu diesen bunten Sorten gehören auch die blauen Kartoffeln, von denen jeder Teilnehmer der Studie täglich zwischen 12 und 16 Knollen in der Größe eines Golfballs verzehrte. Wichtig war die Zubereitung in der Mikrowelle ohne weitere Zugabe von Fett.
Ergebnis der Studie: gesenkter Blutdruck ohne Gewichtszunahme
Alle Probanden konnten keine Gewichtszunahme vermerken, dafür aber einen Rückgang des diastolischen Blutdrucks um 4,3 Prozent sowie eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um durchschnittlich 3,5 Prozent. Vinson sprach von einem „unverdient schlechten Ruf“, den die Kartoffel innehabe. Die gesundheitsfördernde Wirkung gilt allerdings nur für schonend zubereitete Kartoffeln, zu hohe Temperaturen bei der Herstellung von Chips oder Pommes lassen außer Mineralien, Stärke und Fett nicht viel Gesundes übrig.