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Niedrige Zinsen freuen Bauherren und Eigenheimerwerber, aber weniger die Geldanleger. Aufgrund der Unsicherheiten an den Börsen verlagern immer mehr Geldanleger ihre Investitionen in deutsche Bundesanleihen. Dies führte in den letzten Wochen wiederum dazu, dass die Renditen langfristiger Staatspapiere mit einem Zinssatz von knapp über 2 Prozent einen neuen historischen Tiefstand erreichten.
Ein zusätzlicher Faktor war die Trendumkehr bei den Zinsen durch einen Kurswechsel der Geldpolitik im Euroraum. Eine Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank ist wegen der anhaltenden Finanzmarktturbulenzen und der gestiegenen Konjunkturunsicherheit kaum zu erwarten.
Gleichzeitig verbilligten sich die Kredite insbesondere bei Baudarlehen mit einer längeren Zinsfestschreibung. Es wird erwartet, dass dieser Trend der rückläufigen Bauzinsen noch einige Monate anhalten wird.
Mittelfristig werden wieder steigende Zinssätze erwartet
Durch die von den Euro-Staaten beschlossenen Maßnahmen sollten sich die Märkte jedoch mittelfristig beruhigen. Auch ein Konjunkturaufschwung – wenn auch langsam – sollte sich im Euro-Raum fortsetzen. Zudem haben die Notenbanken signalisiert, dass die Stabilisierung der Konjunktur und der Finanzmärkte Vorrang vor einer Stabilisierung des Preisniveaus habe. So wird eine Aufwärtskorrektur der Zinsen erwartet, was jedoch gleichzeitig eine stärkere Inflation nach sich ziehen könnte.