Ein Drittel hat mindestens einmal den Arbeitsplatz gewechselt
Vom Institut Forsa wurden Ende 2010 etwa 3.000 Erwerbstätige im Alter zwischen 18 und 29 Jahren zu Anzahl und Hintergründen ihrer Arbeitsplatzwechsel befragt. Das Ergebnis zeigt, dass jeder Dritte junge Arbeitnehmer mindestens einmal, jeder Siebte bereits mehrmals einen Jobwechsel vorgenommen hat.
Wesentliche Gründe: Gehalt, Arbeitsbedingungen und Konflikte oder Stress
Der DAK-Gesundheitsreport 2011 hatte die Gesundheit junger Erwerbstätiger im Fokus. Demnach wird die Liste der Gründe für einen Wechsel mit 69 % vom Wunsch nach finanzieller und inhaltlicher Verbesserung angeführt. Weitere 42 % wechseln infolge Unzufriedenheit mit Arbeitsbedingungen, 35 % wegen Konflikten und Stress und ca. 33 % aufgrund mangelnder Herausforderungen und Langeweile.
Ein Signal für Flexibilität und Leistungsbereitschaft der jungen Generation
Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK, sieht in den Ergebnissen einen Beweis für die Flexibilität und Leistungsbereitschaft junger Erwerbstätiger: 72 % arbeiten nach eigenen Angaben in ihrem Wunschberuf. Allerdings bezweifeln 17 %, dass Ausbildung respektive aktuelle Tätigkeit ihnen entsprechen und 13 % glauben sogar, dass sie in Ermangelung eines adäquaden Abschlusses ihren Wunschberuf gar nicht ausüben können.
Gesundheitsprävention wichtiger denn je
Der DAK-Psychologe weiß um die hohe Bedeutung der Gesundheitsprävention angesichts Unsicherheiten und gesundheitlicher Belastungen im heutigen Berufsalltag - nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer längeren Lebensarbeitszeit. Unterschiedliche Berufsstationen, Unsicherheit, fehlende Kontanten, verschiedenste Firmenkulturen und Zeit- oder Leiharbeit können Spuren hinterlassen, denen es vorzubeugen gilt.