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In der Ausgabe vom 19.09.2011 berichtet "Die Welt" vom jüngsten Bericht der EU-Behörde Eurofound zu den Lohnentwicklungen des vergangenen Jahres. Die Reallöhne in Deutschland sind demnach im Jahr 2010 kaum angehoben worden. Die Zeitung kündigte die Veröffentlichung des kompletten Berichts für den 20.09.2011 an.
Deutsche Löhne liegen europaweit im mittleren Bereich
Die deutschen Löhne stiegen 2010 nur um 0,6 Prozent an. Damit nimmt das Land im europäischen Vergleich eine mittlere Position ein. Dem Bericht zufolge sind die Löhne in Tschechien am meisten gestiegen (+ 1,9 Prozent), dicht gefolgt von der Slowakei (+ 1,5 Prozent). Anders sieht es in Österreich, Belgien und Großbritannien aus. Hier mussten die Arbeitnehmer sogar mit Reallohnverlusten zurecht kommen.
Frauen werden immer noch deutlich schlechter bezahlt
Wie der Bericht außerdem erkennen lässt, klafft zwischen den Löhnen für Männer und Frauen immer noch eine deutliche Lücke. Dem Bericht zu den Lohnunterschieden liegen die Zahlen aus dem Jahr 2009 zugrunde. Demnach sind seit 2006 die Lohnunterschiede in Deutschland sogar noch größer geworden. Frauen verdienten 2009 23,2 Prozent weniger als Männer. Nur Tschechien (25,9 Prozent) und Österreich (25,4 Prozent) warten mit noch höheren Werten auf. In Italien, Slowenien und Malta waren die Unterschiede noch am niedrigsten. Während in Deutschland ein Anstieg der Lohnunterschiede zu beobachten ist, nahmen sie in vielen EU-Ländern ab. Als Beispiel nannte das Blatt Spanien. Hier betrug die Einkommenslücke im Jahr 2006 noch 17,9 Prozent, 2009 waren es nur noch 15,7 Prozent.