Dreiviertel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind auf Rohstoffe oder rohstoffintensive Vorprodukte angewiesen. In einer aktuellen Studie der Commerzbank äußerten sich 4.000 Inhaber und Geschäftsführer des Mittelstands in Deutschland über Rohstoffbeschaffung und –absicherung sowie die Energiekosten ihrer Unternehmen angesichts der andauernden Rohstoffkrise.
Aufschwung in Gefahr?
Die wirtschaftliche Gesamtleistung könnte in Deutschland unter der voranschreitenden Rohstoffkrise leiden, und der Aufschwung werde abgebremst. Davon geht fast die Hälfte der Unternehmen aus. Bis hin zu ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten reicht die Palette der Zukunftsängste der Unternehmen. Abgemildert wird dieser Standpunkt jedoch von 52 Prozent positiv eingestellter Unternehmen, die keine Probleme für die Wirtschaftskraft im rohstoffarmen Deutschland sehen.
Gefahr durch Spekulationen mit Rohstoffen
Reichlich die Hälfte der Unternehmen benötigen fossile Rohstoffe, also Öl, Gas oder Kohle und darauf basierende Vorprodukte wie beispielsweise Kunststoffe für ihre Produktion. Industriemetalle sind für 42 Prozent der Unternehmen unabdingbar. Insgesamt machen sich 89 Prozent der mittelständischen Unternehmen Sorgen um die Mechanismen des globalen Marktes. Durch Spekulationen an den Rohstoffmärkten sehen die Unternehmen den Zugang zu den Rohstoffen erschwert. Der steigende Rohstoffverbrauch und die Endlichkeit der Ressourcen liegen nur an zweiter Stelle und sind in den Augen von 84 Prozent der Unternehmen ein Problem.