Die KfZ-Versicherer in Deutschland konnten 2010 etwas aufatmen. Die Autodiebstähle gingen insgesamt zurück – 3,7 Prozent weniger als 2009. Die Versicherer mussten deutschlandweit mit einer Gesamtentschädigungssumme von rund 348 Millionen Euro für die 36.551 gestohlene Pkw aufkommen – 10,5 Prozent mehr als 2009. Pro 1.000 kaskoversicherter Fahrzeuge wurden bundesweit 2009 insgesamt 0,6 (2009: 0,5) Autos gestohlen.
Deutsche Städte in der Diebstahlstatistik
Bielefeld verzeichnete 2010 die höchste Steigerungsrate an Autodiebstählen – 70 Prozent gegenüber 2009, gefolgt von Dortmund mit 53,5 Prozent und 33,9 Prozent in Köln. Nordrhein-Westfalen schlägt 2010 mit 4.063 gestohlenen Autos zu Buche – eine Steigerung von 14,7 Prozent gegenüber 2009.
Berlin liegt auch 2010 wieder an der Spitze der Autodiebstähle – insgesamt 3.290 geklaute Autos, 8,9 Prozent mehr als 2009. Von 1.000 in Berlin zugelassenen Fahrzeugen wechselten 3,7 ungewollt den Besitzer.
Einen spürbaren Rückgang des Pkw-Diebstahls verzeichnete Bremen (21,2 Prozent weniger als 2009), gefolgt von dem Saarland mit 14 Prozent weniger Autodiebstahl und Baden-Württemberg mit 9,2 Prozent weniger. Die wenigsten Pkw werden in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland entwendet - nur 0,2 von 1.000 Pkw.
Die beliebtesten Marken der Autodiebe
Der Toyota Lexus RX400 Hybrid (HXU3A) war 2010 bei den Autodieben sehr begehrt - 21,2 Fahrzeuge pro 1.000 versicherter Fahrzeuge. Nicht weit dahinter liegt der BMW M390 (M3 Coupe) mit 18,8 gestohlenen PkW pro 1.000 und der VW 7DZ (T4 Caravelle, Multivan 2.5 TDI) mit 15 gestohlenen Fahrzeugen pro 1.000.
Porsche beklagte 1,7 entwendete Fahrzeuge pro 1.000 im Jahre 2010. Audi und General Motors hatten bei 1,3 bzw. 1,2 von 1.000 Fahrzeugen das Nachsehen. Auf BMW (1,1 von 1.000) und VW (1,0 von 1.000) hatten es die Diebe erst an dritter Stelle abgesehen.