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Zum jährlichen Fahrplanwechsel am 11. Dezember kündigte die Deutsche Bahn Preiserhöhungen in Höhe von durchschnittlich 3,9 % im Fernverkehr an. Aber die Preiserhöhungen betreffen den Regionalverkehr gleichermaßen. Hier steigen die Ticket-Preise im Mittel um 2,7 %. Ulrich Homburg, Bahn-Personenverkehrsvorstand gab als Grund für die Teuerung „deutlich gestiegene Personal- und Energiekosten“ an.
Uwe Beckmeyer rügt „Frechheit erster Klasse“
Eine „Frechheit erster Klasse“ entfuhr es Uwe Beckmeyer, Verkehrspolitiker der SPD-Bundestagsfraktion. Schließlich hätte die Deutschen Bahn AG dann auch die fallenden Energiepreise während der Finanzkrise an ihre Kunden weitergeben müssen. Er hält die Begründung lediglich für vorgeschoben und weiß dass Unternehmen ähnlicher Größenordnung langfristige Rahmenverträge zur Deckung ihre Energiebedarfes schließen. Kurzfristige Preissteigerungen seien folglich nicht von nennenswerter Relevanz.
Daher vermutet der SPD-Politiker, dass vielmehr die „Bahndividende, die der Deutschen Bahn AG vom Bund abgepresst“ hinter der avisierten Preiserhöhung steckt. Etwa 500 Millionen Euro im Jahr zahlt die Bahn derzeit an die Bundeskasse. Im Zeitraum von 2012 bis 2014 werden es 525 Millionen Euro, ab 2015 sogar 700 Millionen Euro sein.
Nur der Sparpreis bleibt unverändert<7b>
2009 wurden die Fahrpreise um 1,8 % erhöht, 2010 wurden lediglich die Ticket-Preise im Regionalverkehr um 1,9 % angehoben - die Fahrpreise im Fernverkehr blieben außen vor. 2011 ist nur der Sparpreis von den Veränderungen ausgenommen. So ist eine einfache Fahrt weiterhin ab 29 € zu haben, Kurzstrecken bis 250 Kilometer ab 19 €. 25 % Rabatt auf den Sparpreis bekommt man als Besitzer einer Bahncard 25.
Konkret werden die Preise der Bahncards in der 2. Klasse wie folgt angehoben. Die Bahncard 25 kostet ab 11. Dezember 59 € (+ 2 €), die Bahncard 50 240 € (+10 €). Die Bahncard 100 wird für 3.990 € zu haben sein, was einer Anhebung des Preises um 190 € entspricht.