Postbank-Experte meint: Sparbuch sicherer als Gold

  1. 18.10.2011 08:02
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In Krisenzeiten erfreut sich Gold besonders intensiver Nachfrage. Sei es zu Zeiten der Ölkrisen von 1973 oder 1980, nach dem US-Börsencrash Ende der 1980er Jahre oder anlässlich der Finanzkrise von 2008.

Das Edelmetall genießt den Ruf einer sicheren und stabilen Wertanlage und ist ein weltweit akzeptierter Wertspeicher, der sich gegen jede beliebige Währung tauschen lässt. Thilo Heidrich von der Postbank weiß, dass es sich bei Gold insbesondere in Ländern wie Indien, dem Nahen Osten und Asien um eine beliebte Anlage mit Tradition handelt.

Sicherer Fels in der Brandung?

Zwar bricht bei nahezu jeder wirtschaftlichen Krise ein wahrer Goldrausch aus, jedoch steigt mit sprunghafter Nachfrage der Preis gleichermaßen. Diese Kursschwankungen können regelrecht extrem sein. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich der Goldpreis verdoppelt und jüngst einen Rekordwert erreicht. Hinzu kommt, dass Gold ausschließlich von seiner Werthaltigkeit profitiert. Zinsen und Dividende bringt diese Anlageform nicht.

Während Papiergeld nachgedruckt werden kann, handelt es sich bei Edelmetallen wie Gold oder Silber um begrenzte Ressourcen. Daher, so Heidrich, müsse sich der Anleger bewusst machen, dass er auf einen Rohstoffpreis spekuliert. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wie auch bei anderen Spekulationen, sei der richtige Zeitpunkt für den Kauf maßgeblich.

Edelmetalle nur als langfristige Anlage und Teil des Portfolios

Der Experte von der Postbank empfiehlt aus diesen Gründen, Edelmetalle nur als langfristige Anlage in das eigene Portfolio aufzunehmen. Mit einem Fokus auf Sicherheit sei man seiner Einschätzung nach mit einem klassischen Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto besser beraten.

Wer sein Geld in Gold anlegen möchte, könne anstelle von Goldbarren auf Wertpapiere, wie z. B. Goldzertifikate oder Anteile an Goldfonds zurückgreifen. Wer Gold in Form von Münzen bevorzugt, dem rät der Experte wegen des Aufpreises auf den Goldwert zum Erwerb größerer Einheiten, beispielsweise einer Unze. Einen Bestellservice für Goldmünzen und -barren bieten viele Banken an, schließlich wird auf sogenanntes Anlagegold keine Mehrwertsteuer erhoben.




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