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Die vermehrte Kritik an der Laufleistung des Akkus beim neuen iPhone 4S, zwingt Apple bereits kurz nach dem Verkaufsstart zu einer umfangreichen Fehleranalyse. Die Akku-Probleme betreffen nämlich nicht alle ausgelieferten Geräte. Einige Tester konnten überhaupt keinen außergewöhnlichen Leistungsabfall feststellen.
Einige Akkus strafen die Herstellerangaben Lügen
Laut Hersteller ist eine Sprechzeit von bis zu 8 Stunden im UMTS-Modus oder bis zu 14 Stunden im GSM-Betrieb möglich. Eine Leistung von maximal 40 Stunden Musik hören oder 10 Stunden Video schauen sollte abrufbar sein. Die Standby-Dauer beträgt max. 200 Stunden. In Nutzerforen liest man allerdings nicht selten von einer Akkuleistung von weniger als 8 Stunden bei normaler Nutzung.
Spekulationen um den Energieverbrauch
The Guardian sieht einen möglichen Grund für den Energieverbrauch in der Funktion zur Nutzung standortbezogener Dienste, genauer dem automatischen Festlegen der Zeitzone in iOS 5. Die betroffenen Geräten versuchen kontinuierlich, den Standort des Nutzers zu bestimmen, selbst ohne Anlass. Das Ausschalten dieser Funktionen führte in Test zu signifikant längeren Laufzeiten.
Am iPhone kann dies in den Einstellungen unter "Ortungsdienste-Systemdienste" modifiziert werden. Die Standortbestimmung erfolgt über die jeweiligen Wlan-, Mobilfunk- und GPS-Daten und kann den Akku offensichtlich stark beanspruchen.
The Register wiederum vermutet hinter anderen Anwendungen von iOS 5 den Grund für die Akkubelastung, nämlich in der die Funktion zur automatischen Synchronisation von persönlichen Daten mit dem Online-Speicher iCloud.
Offizielle Stellungnahmen zu den Nutzerberichten liegen bislang nicht vor. Wie The Guardian weiter berichtet, solle Apple aber mit Nutzern in Kontakt stehen, um die Fehleranalyse durch Anwendung spezieller Messprogramme voranzutreiben.