Beim Geflügelkauf haben es Verbraucher schwer, wenn sie Fleisch von artgerecht aufgewachsenen Tieren erwerben wollen. Die Kennzeichnungen auf den Etiketten sind oft verwirrend und unklar. Der Fleischkauf von regionalen Erzeugern ist ein erster Schritt, um dem Hähnchen aus einer Geflügelmast zu entgehen.
Artikelausweisungen geben Auskunft
Wer sich die Zeit nimmt und das Etikett auf dem Geflügelfleisch genau liest, bekommt genügend Information um die Herkunft des Geflügels.
Mit der Bezeichnung "intensive Tierhaltung" wird der Käfighaltung der makabre Beigeschmack genommen. Kosten werden minimiert, indem die Tiere zusammengepfercht werden und nie Tageslicht sehen. Mit antibiotischen Arzneimittel und sogenannten Leistungsförderern überdauern die Tiere kaum einige Monate.
Kein Tageslicht sehen auch die Hühner und Hähne in der extensiven Bodenhaltung. Dafür haben sie schon etwas mehr Platz als ihre Artgenossen in der intensiven Bodenhaltung.
Freilandhaltung ändert an den Platzverhältnissen für die Tiere nicht viel. Allerdings dürfen sie ihre Tage im Freien verbringen, oft sogar auf Grünflächen. Nachts müssen sie wieder in den Stall.
Die bäuerliche Freilandhaltung garantiert den Tieren Tag und Nacht Zugang zur Natur, allerdings in begrenzten Gehegen. Die Geflügelrasse muss eine langsam und natürlich heranwachsende sein. Gefüttert wird mit mindestens 70 Prozent Getreide.
Bei bäuerlicher Freilandhaltung - unbegrenzter Freilauf können die Tiere unbegrenzt im Freien scharren. Das Ökosiegel für den Bauernhof garantiert, dass keine Antibiotika und Leistungsförderer verabreicht werden. Vorbeugende Medikamente sind tabu. Das Futter wird aus ökologischer Landwirtschaft bezogen. Die Produkte aus solchen Bauernhöfen sind mit dem Bio-Label gekennzeichnet. Artgerecht Haltung ist hier in jeder Hinsicht sicher gestellt.