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Derzeit kassiert die DAK von ihren Mitgliedern einen monatlichen Zusatzbeitrag von acht Euro. Wie die Kasse kürzlich verkündete, kann auf diesen Zusatzbeitrag ab April 2012 verzichtet werden,
wir berichteten. Ein erwarteter Überschuss Ende 2011 von über 330 Millionen Euro und somit ein solider Haushalt der DAK Gesundheit macht es laut DAK-Oberhaupt Herbert Rebscher möglich. Nachdem es von der Kassenaufsicht Kritik hagelte, werden Gerüchte laut, dass es nun doch keine Abschaffung der Zusatzbeiträge gäbe. Diese Gerüchte weist Rebscher weit von sich, der Verzicht auf Zusatzbeiträge sei eine unternehmerische Entscheidung und stehe auf einer soliden Basis.
Bundesversicherungsamt (BVA) kontert
Das Bundesversicherungsamt sieht das anders. In einem Brief des BVA Präsidenten, Dr. Maximilian Gaßner, hagelt es Kritik. Gaßner spricht gegenüber Rebscher von massiven Bedenken im Bezug auf die Abschaffung der Zusatzbeiträge, da die Rahmenbedingungen für die Fusion mit der BKK Gesundheit ohnehin als schwierig eingestuft werden. Ebenfalls sauer aufgestoßen ist dem BVA-Chef die öffentliche Bekanntmachung der Pläne durch die DAK. Die Öffentlichkeit haben durch die Art und Weise der Bekanntgabe der Pläne den Eindruck bekommen, das Ganze sei durch die Kassenaufsicht abgesegnet worden, was jedoch nicht der Fall sei. Das BVA habe vielmehr die Pläne als sehr kritisch bewertet. Gaßner wollte den falschen Eindruck jedoch nicht öffentlich richtig stellen, um die DAK in den Medien nicht schlecht dastehen zu lassen.
DAK wenig beeindruckt
Trotz der deutlichen Worte des BVA-Chefs will die DAK an ihren Plänen festhalten. Schließlich stünden die Haushalts-Genehmigungen anderer Kassen, die bereits ihre Finanzlage und ihre Pläne zur Erhebung von Zusatzbeiträgen offengelegt haben, ebenfalls noch aus.