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Bundesnetzagentur senkt die Preise um 15 %
Auch wenn die Preissenkung der Bundesnetzagentur dazu führt, dass Hauseigentümer für den Strom ihrer ab Januar 2012 installierten Solarstromanlage 15 % weniger erhalten, bleiben Solaranlagen weiterhin lukrativ.
Bisher sind es 28,74 Cent, die für die Einspeisung jeder Kilowattstunde (kWh) Solarstrom ins öffentliche Netz gezahlt werden. Ab dem 01. Januar sinkt dieser Betrag auf 24,43 Cent - jedenfalls für Anlagen mit bis zu 30 kW Spitzenleistung, die in der Regel auf Ein- und Zweifamilienhäusern stehen. Voraussetzung: Die Anlage wird nicht vor 2012 in Betrieb genommen.
4 Cent pro kWh weniger
Selbst genutzter Solarstrom wird künftig bis zu einem Eigenverbrauchsanteil von 30 % am erzeugten Strom mit 8,05 Cent pro kWh vergütet. Das sind gut 4 Cent pro kWh weniger als bisher. Jede darüber hinaus verbrauchte kWh Solarstrom wird mit 12,43 Cent vergütet.
Der Netzbetreiber ist zur Abnahme des erzeugten Stromes sowie zur Zahlung mindestens der gesetzlichen Vergütung verpflichtet. Es gilt weiterhin eine staatliche Garantie der Vergütungssätze im Jahr der Inbetriebnahme und den folgenden 20 Jahren.
Rentabilität gewährleistet
Damit bleiben Photovoltaikanlagen mit Nettokosten von durchschnittlich ca. 2.300 € pro Kilowatt Leistung weiterhin rentabel. Speist der Hauseigentümer den Strom komplett ins öffentliche Netz reduziert sich die Rendite damit auf 4 bis 6 %. Höher fällt sie aus, wenn ein Teil des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird. Derzeit geht man von weiterhin sinkenden Anlagenpreisen aus.
Termin zur Inbetriebnahme abwägen
Die Absenkung der Vergütung betrifft nur ab dem 01.01.2012 in Betrieb genommene Anlagen. für die anderen gelten die bisherigen Vergütungssätze, und zwar bis 2031. Dafür reicht es, dass die Anlage noch in diesem Jahr Strom produziert, der außerhalb der Anlage genutzt wird. Ein Anschluss an das öffentliche Netz bis Jahresende ist nicht erforderlich. Renditetabellen und aktualisierte Solarstromrechner mit den neuen Tarifen, zum Beispiel bei test.de bieten Kalkulations- und Entscheidungshilfen.