Mehr als 1,5 Millionen Deutsche Medikamentensüchtig

  1. 07.11.2011 16:40
  2. Gesetzliche Krankenversicherung
  3. Tarifeverzeichnis

Apotheke
© mangostock - Fotolia
Berliner Symposion macht Probleme öffentlich. Eine bestürzende Zahl von 1,5 Millionen Menschen sind abhängig von Medikamenten. Die Bandbreite reicht von Schmerzmitteln über Abführmittel oder Nasensprays bis hin zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Grund genug für die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände), den ADAC und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Problematik in den Vordergrund zu rücken, einen verantwortlichen Umgang mit Medikamenten anzuregen und eine gemeinsame Strategie gegen den Medikamentenmissbrauch zu entwickeln.

Appell an Vernunft und gesunde Lebensweise

Die Köpfe der bekräftigten unisono, dass „Medikamente gezielt für den Einsatz gegen Krankheiten entwickelt werden“. Die Steigerung von Konzentration, Fitness und Verkehrstauglichkeit könne auf natürlichem Weg gesünder und preiswerter erreicht werden.

Allein die Einnahme ohne ärztliche Betreuung birgt Risiken

Oft soll die Einnahme von Medikamenten Leistungssteigerungen hervorrufen, und zwar im Beruf, im Bildungsbereich und auch unter Freizeitsportlern. Thomas Bach, DOSB-Präsident, appelliert an die Vernunft. Gesunde Fitness und Lebensfreude sollten vorrangige Motive sein. Neben der Unsportlichkeit gefährdet der Missbrauch schließlich die eigene Gesundheit.

Aber auch rezeptfreie Medikamente können missbräuchlich verwendet werden, weiß Heinz-Günter Wolf, ABDA-Präsident. Informationen vom Apotheker sind hier unverzichtbar. Zudem bergen weitere 4 - 5 % der verschreibungspflichtigen Arzneimittel die Gefahr der Abhängigkeit.

Immenses Risiko für Autofahrer

Den Straßenverkehr aber gefährdet nicht der Missbrauch allein. Die Einnahme ohne ärztliche Betreuung ist der erste Schritt. Daher wird „Fahruntüchtigkeit auf Grund zu hoher Dosierung oder Missbrauch von Medikamenten ebenso bestraft wie eine Alkoholfahrt ab 1,1 Promille“, so Peter Meyer, Präsident des ADAC. Wer unter dem Einfluss von Schmerzmitteln am Steuer seine Versicherung um Regulierung anruft, muss mit einer Regressforderung von bis zu 5.000 € für den Fremdschaden rechnen und kann sogar den Vollkaskoschutz für den eigenen Schaden verlieren.




25.05.Schwartau Fruttissima Testsieger unter den Erdbeerkonfitüren
25.05.Deutsche bevorzugen bei Immobilienkredit kurze Laufzeit
25.05.Krankenkassen-Zuschuss für Zahnreinigung muss beantragt werden
Tipp: Internet: Eltern haften für Filesharing ihrer Kinder
25.05.Einspeisevergütung für private Solaranlagen bleibt unverändert

25.05.Krankenkassen-Zuschuss für Zahnreinigung muss beantragt werden
23.05.Gesetzliche Krankenversicherung: Finanztest stellt zusätzliche Kassenleistungen auf den Prüfstand
16.05.Auch E-Zigaretten gefährden die Gesundheit
14.05.Krankenkassen zur Beitragsrückzahlung aufgefordert
09.05.Krankenkassen müssen nicht jede Spezialbehandlung bezahlen