Gegenüber der "Rheinischen Post" äußerte sich Jürgen Graalmann, Chef der AOK, sehr pessimistisch in Bezug auf die Entwicklung der Krankenkassen. Die Schließung der BKK für Heilberufe sei nicht die letzte, sondern erst der Anfang. Fusionen oder Schließungen würden in der Zukunft zur Tagesordnung gehören, sodass in fünf Jahren nur noch etwa 50 Krankenkassen übrig bleiben.
Zu hohe Preise für wenig Fortschritt
Graalmann sieht das Problem nicht in den demographischen Entwicklungen. Vielmehr würden durch zu hohe Preise für geringe medizinisch-technische Fortschritte die Kassen in die Pleite getrieben. Graalmann fordert ähnliche Prinzipien wie bei neuen Arzneimitteln für alle medizinischen Bereiche. Für geringe Fortschritte dürften keine utopischen Preise mehr verlangt werden.