133 von insgesamt 153 Krankenkassen wollen im kommenden Jahr auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen verzichten. Dazu gehört auch die Audi BKK im bayrischen Ingolstadt. Die 450.000 Versicherte fassende Krankenkasse will im nächsten Jahr keine Zusatzbeiträge erheben. Ein einstimmiger Beschluss des Verwaltungsrates hat dies jüngst beschlossen.
Nach dem Zusammenschluss der DAK mit der BKK Gesundheit soll auch dort in absehbarer Zeit der Zusatzbeitrag für die Versicherten wegfallen. Viele Mitglieder der Kassengemeinschaft kritisierten diese Ankündigung heftig, weil sie nach einem finanziellen Flop einen nicht kalkulierbaren Rückschlag befürchten, der andere Krankenkassen gefährden könnte.
Verwaltungsrat der Audi BKK gibt Erfolg an die Mitglieder weiter
Gerhard Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Audi BKK, bestätigte, dass die Kassenmitglieder bei den Beitragszahlungen keine Änderungen befürchten müssten. Aufgrund von Rücklagen im gesetzlich möglichen Rahmen sowie einkalkulierter möglicher Aufwendungen für Risiken im Gesundheitswesen habe man die finanzielle Gesamtsituation verbessern können. Den im Vorjahresvergleich erzielten Erfolg gebe man gerne an die Mitglieder weiter.
Mehr Transparenz im Hinblick auf die Finanzdaten
Tomas Borms, ein weiteres Vorstandsmitglied der Audi BKK, fordert angesichts der eher intransparenten Finanzsituation einiger Mitbewerber die Offenlegung der Finanzen aller Kassen nach einheitlichen Kriterien. Neben der Audi BKK gebe es einige Kassen, die freiwillig ihre Finanzdaten nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) öffentlich darlegen.
Seiner Einschätzung nach müsse eine Krankenkasse durch Leistung und Angebot überzeugen. Transparenz sorge bei den Versicherten für die Gewissheit und das Vertrauen in die Leistungsstärke und finanzielle Stabilität ihrer Kasse. Borms betonte seine Zuversicht, weiter gute Zahlen präsentieren und im dritten Jahr in Folge ohne Zusatzbeiträge wirtschaften zu können.