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Während die Zinssätze für Sparer derzeit mäßig attraktiv, weil niedrig, sind, ist die Finanzierung von Immobilien günstiger denn je. Julia Topa vom Bankenverband spricht gar von einem historischen Tiefststand. Nachdem der Zinssatz in den vergangenen Jahren sukzessive gesunken ist, liegt er aktuell deutlich unter 3,5 %.
Wer bauen möchte, geht jetzt zur Bank
Von der aktuellen Zinslage können indes Bauherren, Käufer, Umschuldner gleichermaßen profitieren. Aber nicht nur die. Ebenfalls kommen Hausbesitzer, deren Schulden getilgt sind, aber bei denen eine Renovierung ansteht, in den Genuss einer günstigen Finanzierung. Voraussetzung hierbei: Die Grundschuld darf nicht vorzeitig gelöscht worden sein. Ohne einen neuen Eintrag in der Grundschuld kann diese nämlich als Sicherheit für ein neues Darlehen verwendet werden. Das spart Kosten.
Gute Vorbereitung ist das A und O
Besonders wichtig ist die Vorbereitung der Finanzierung. So gilt es zunächst sämtliche Einnahmen, das Eigenkapital und das oder die Darlehen aufeinander abzustimmen. Man sollte nicht vergessen, dass Darlehen auch in Einzeldarlehen aufgeteilt werden können, die unterschiedliche Laufzeiten und Konditionen enthalten.
Alsdann sollten Konditionen verschiedener Kreditinstitute verglichen werden. Hierbei ist insbesondere auf den Effektivzins zu achten, da die Nachkommastellen die Endsumme maßgeblich beeinflussen. Außerdem gilt es die Nebenkosten gründlich zu kalkulieren. Meist veranschlagt man dafür eine Summe in Höhe von ca. 10 - 12 % des Gesamtvolumens.
Schlussendlich rät Topa dringend von der Wahl sogenannter Tilgungsersatzinstrumente ab. So sollten z. B. neu abgeschlossene Bausparverträge nicht mit Lebensversicherungen kombiniert werden, um eine Immobilie zu finanzieren. Meist sei das insgesamt zu kompliziert und kaum mehr durchschaubar. Ein normales Festzinsdarlehen reiche im Regelfall aus.