Endlich ist das Betreuungsgeld beschlossene Sache. Monatlich 100 Euro je Kind werden erstmals im Wahljahr 2013 ausgezahlt. Ein Jahr später sollen es sogar 150 Euro werden. Gedacht ist der Zuschuss für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kita geben. Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) will das Betreuungsgeld auch noch auf teilzeitbeschäftigte Eltern ausdehnen. Noch weitergehende Wünsche äußert die bayrische Sozialministerin Harderthauer (CSU): Auch Familien, die ihre Kinder bei einer Tagesmutter unterbringen, sollen Betreuungsgeld erhalten.
Hartz-IV-Bezieher haben keinen Nutzen
In jedem vierten Hartz-IV-Haushalt, d.h. in 340.000 Familien leben Kinder unter drei Jahren. Dennoch plädieren derzeit führende Koalitionspolitiker für eine Anrechnung des Betreuungsgeldes auf die Hartz-IV-Bezüge. Zahlreiche Sozialexperten sehen hier eine Ungleichstellung und damit sogar verfassungsrechtliche Risiken. Auch die Regierungskoalition ist sich noch nicht endgültig einig. Der familienpolitische Sprecher der CDU, Norbert Geis, spricht sich gegen eine Anrechnung aus.