Verbraucherschützer und DGB fordern bessere Beratung für Bankkunden

  1. 15.11.2011 10:24
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Auf der Fachtagung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Düsseldorf unter dem Motto "Umdenken gegenlenken – Verbraucher und Beschäftigte am Finanzmarkt schützen" trafen sich Vertreter der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale sowie den DGB und Betriebsräte von ver.di aus dem Sektor Finanzen. Ebenfalls anwesend war Nordrhein-Westfalens Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. Vordergründiges Ziel der Tagung war ein besserer Schutz von Bankkunden und Beschäftigten.

Veraltete Verkaufsvorgaben sind Hauptgrund für schlechte Beratung

Claus Matecki, Vorstand beim DGB, griff die immer noch vorherrschenden Verkaufsvorgaben der Bankmanager an, die Bankmitarbeiter zu provisionsorientierten Verkaufsgesprächen anhalten, anstatt die Kunden nach ihren individuellen Bedürfnissen zu beraten. Weiter führte Matecki aus, dass seit dem Aus von Lehmann Brothers immer noch kein Umdenken stattgefunden habe. Immer noch seien Ratingagenturen in der Lage, ganze Staaten in die Pleite zu führen, Verbraucher hätten durch falsche Beratung und den Verkauf falscher Produkte massive Verluste zu beklagen. Auch der Vorstand der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale, Klaus Müller, kritisiert die stark provisionsorientierte Beratung der Bankkunden. Er plädiert für eine bessere Zusammenarbeit von Verbraucherschützern und Gewerkschaften, vor allem den Betriebsräten der Banken. Müller macht nicht die Mitarbeiter der Banken für die unpassende Beratung verantwortlich, sondern die Vorstände der Banken.

Schutz für Bankkunden und Mitarbeiter

DGB-Vorsitzender Andreas Meyer-Lauber bezeichnete Beschäftigte der Banken und Verbraucher als gleichermaßen leidtragend. Ein besserer Schutz der Verbraucher müsse mit dem Schutz der Bankmitarbeiter einhergehen, denn diese könnten ebenso wenig wie die Verbraucher für die Krise verantwortlich gemacht werden. Geeignete Maßnahmen sollten deshalb nicht nur den Verbraucherschutz umfassen, sondern auch den Spagat der Mitarbeiter zwischen Provisionsorientierung und fairen, auf den Kunden zugeschnittenen Beratungen beenden.




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