Während sich das Niveau des von der deutschen Kreditwirtschaft verwalteten Wertpapiervermögens insgesamt gehalten hat, nimmt die Zahl an Wertpapier-Kundendepots in Deutschland ab.
Ende 2006 zählte die Bundesbank noch etwa 30,1 Millionen Depots. 2009 waren es noch 28,3 Millionen und Ende 2010 nur noch knapp 27,3 Millionen - ein Rückgang von ca. 10 % in vier Jahren. Gleichzeitig nennt die Bundesbank für 2007 ein Wertpapiervermögen in Höhe von 2,05 Billionen € und Ende 2010 mit 2,08 Billionen €, und zwar ausschließlich unter Berücksichtigung inländischer Deponenten.
Privatbanken haben Führungsrolle inne
Von einem marginalen Zuwachs (2009: 10,3 Mio, 2010: 10,5 Mio) des mit einem knapp 40%-igen Marktanteil vertretenen Sektors der Kreditbanken, Realkreditinstituten und Banken mit Sonderaufgaben, zu denen im Wesentlichen Privatbanken gehören, abgesehen, ist die Anzahl der Depots im vergangenen Jahr insgesamt deutlich geschrumpft.
Dabei zeigt sich deren besondere Stellung darin, dass sie mit über 60 % etwa 1,3 Billionen € des Kunden-Wertpapiervermögens verwalten. Des Weiteren verwalten sie 65 % der Aktienanlagen und 69 % der Investmentfondsanteile. Dagegen verwalten Sparkassen und Landesbanken lediglich 21 %, die Kreditgenossenschaften (inklusive Zentralbanken) ungefähr 8 %, die Kapitalanlagegesellschaften etwa 5 % und schließlich Bundesbank und Finanzagentur nur 4 % der Wertpapierbestände.
Privathaushalte und Versicherer sind die wichtigsten Deponenten
Die gut 2 Billionen € Wertpapiervermögen verteilen sich wie folgt: 808 Milliarden € halten die privaten Haushalte, 625 Milliarden € die Versicherungsgesellschaften, Organisationen ohne Erwerbszweck 82 Milliarden € und der Staat mehr als 135 Milliarden €. "Aufgrund einer noch unzureichenden Datenqualität", so die Bundesbank, können die Wertpapierbestände ausländischer Deponenten derzeit nicht aufgeschlüsselt werden.