Mit 100 Euro wird man in 10 Jahren nicht so weit kommen wie heute. Prinzipiell dürfte den meisten Menschen dieses bewusst sein, doch die wenigsten machen sich dies laut einer Erhebung der Postbank beim Sparen wirklich klar. Nur 12 Prozent der Befragten ab 16 Jahren gaben an, die Inflation beim Sparen fürs Alter zur berücksichtigen. Nur 35 Prozent gaben an, sich darüber schon mal Gedanken gemacht zu haben, für 53 Prozent der Befragten spielt die Inflation gar keine Rolle.
Noch im Jahr 2009 gaben 15 Prozent an, die Inflation beim Sparen zu berücksichtigen, bei den Berufstätigen lag dieser Wert sogar bei 18 Prozent. Derzeit wollen von den Berufstätigen bis 29 Jahre nur 9 Prozent die Preissteigerung bei der Altersvorsorge einplanen.
Die Preissteigerungsrate liegt derzeit bei 2,4 Prozent
Dabei ist die Inflation derzeit so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr. Sie liegt, wie schon im Jahr 2008, bei 2,4 Prozent. Gerade für junge Berufstätige kann daher das Ausblenden der Inflation besonders kritisch sein: So müsste ein 30-Jähriger, der bei einem angenommenen Eintritt in den Altersruhestand, seinen heutigen Lebensstandard sichern möchte einen zweieinhalbfachen Wert ansetzen. Bei einem heutigen Einkommen von 1.500 Euro monatlich müssten ihm also in 37 Jahren 3.740 Euro zur Verfügung stehen.
Dieses scheint Personen mit höherer Bildung eher klar zu sein, denn 24 Prozent der Befragten, die über ein Abitur und Studium verfügen, gaben an, beim Sparen die Inflation zur berücksichtigen. Dies gaben aber nur 7 Prozent der Befragten mit einer einfachen Schulbildung an.